Feuchtigkeit & Bambusparkett - was gilt es zu beachten?

Im Gegensatz zu herkömmlichem Holzparkett verträgt Bambusparkett Feuchte im Allgemeinen wesentlich besser und ist daher auch für Feuchträume wie Badezimmer oder Küchen geeignet. Allerdings können eine falsche Luftfeuchtigkeit oder auch falsche Temperaturen durchaus auch zu Problemen führen. Was also sollte man in Bezug auf das Verhalten von Bambusparkett bei Nässe, Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen beachten? 

Eigenschaften und Verhalten von Bambusparkett bei Nässe

Für gewöhnliches Holzparkett ist Wasser – abgesehen vom halbfeuchten Durchwischen – prinzipiell Gift und kann schnell zum Aufquellen führen, sofern es über einen längeren Zeitraum auf der Oberfläche steht. Bambusparkett hingegen ist generell sehr wasserresistent und verhält sich bei Nässe deutlich unempfindlicher, sodass kurzzeitige Nässe oder auch gelegentliche Feuchtigkeitsspuren, etwa im Badezimmer, weder zu Verformungen, noch zu sichtbaren Schäden führen können. Insgesamt weist Bambusparkett folgende Eigenschaften und Vorteile in Bezug auf Nässe auf: 

  • Hohe Feuchtigkeitsverträglichkeit, die hohe Materialdichte verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit in die Tiefe.  
  • Hohe Wasserbeständigkeit: Spritzwasser, Wasserdampf und auch feuchtes Wischen sind unschädlich für Bambusparkett.
  • Geringes Quellverhalten im Vergleich zu klassischem Holzparkett, insbesondere bei Faserbambusparkett.
  • Schimmelbildung wird durch die hohe Wasserresistenz zusätzlich erschwert.
  • Bambusparkett nimmt Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und gibt sie wieder ab, wodurch das Raumklima positiv beeinflusst werden kann. 

Diese Eigenschaften machen es möglich, dass Bambusparkett auch problemlos in Feuchträumen wie Küche, Badezimmer, Waschküche oder Sauna verlegt werden kann, sofern dies fachmännisch erfolgt. Allerdings gibt es auch einige weitere Punkte, die beachtet werden müssen. 

Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen 

Um langfristig formstabil zu bleiben, benötigt Bambusparkett eine konstante Umgebung mit einer moderaten relativen Luftfeuchtigkeit (rF), idealerweise in einem Richtbereich von 50-60 % rF. Unter 50 % rF besteht das Risiko, dass das Bambusparkett Fugen oder Risse bildet. Eine konstante Raumtemperatur von etwa 20-22 Grad unterstützt die Stabilität. Sofern eine Fußbodenheizung unter dem Bambusparkett verlegt werden soll, ist eine präzise Klimakontrolle unabdingbar, um zu hohe Temperaturschwankungen zu vermeiden.

Auch in der Nähe von Kaminen ist ein stabiles Klima wichtig, da die Luft in diesem Bereich zusätzlich austrocknet. Um Schäden am Bambusparkett von vornherein auszuschließen, sollten folgende Maßnahmen erfolgen: 

  • Zu trockene Räume (dauerhaft unter 50 rF) sollten aktiv befeuchtet werden, etwa mit einem Luftbefeuchter oder einem Verdunster.
  • Es ist ratsam, die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer zu kontrollieren und im empfohlenen Bereich zwischen 50 und 60 % rF zu halten.
  • Bei Fußbodenheizungen gilt es, die Raumtemperatur zwischen 20 und 22 Grad zu stabilisieren.
  • Vor der Verlegung des Bambusparketts sollte es etwa 48 Stunden bei 50-60 % rF akklimatisieren, um Spannungen und Feuchtigkeitsunterschiede zwischen Lager und Raumklima auszugleichen.  

Eine regelmäßige Pflege durch feuchtes Durchwischen rundet die Maßnahmen ab und sorgt dafür, dass das Erscheinungsbild des Bambusparketts langfristig erhalten bleibt. Ergänzend können auch spezielle Pflegemittel genutzt werden, welche die Schutzschicht erneuern und das Material zusätzlich schützen. Bei guter Pflege kann ein Bambusparkettboden 30 Jahre oder länger halten.