Bei der Wahl des passenden Bodenbelags, müssen neben der Optik auch einige weitere Aspekte berücksichtigt werden, um eine solide Entscheidung zu treffen. Dazu zählen beispielsweise die Strapazierfähigkeit, die Pflegeeigenschaften des Materials oder auch dessen Wärme- und Schalldämmung.
Besonders oft fällt die Wahl nach wie vor auf Holzparkett, doch auch die Alternative aus Bambus erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Wie unterscheiden sich die beiden Parkettarten und was sollte man bei der Auswahl beachten?
Zwei natürliche Materialien mit wichtigen Unterschieden
Zunächst einmal handelt es sich selbstverständlich um zwei völlig unterschiedliche Materialien. Während Holzparkett aus echtem Holz (Eiche, Buche etc.) besteht, handelt es sich bei Bambus botanisch gesehen um ein Gras - Bambusparkett wird meist aus geschnittenen und gepressten Bambusfasern gefertigt. Allein die Materialeigenschaften beider Varianten unterscheiden sich zum Teil stark:
Holzparkett gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Stärken, wobei Eichenparkett zu den härtesten heimischen Holzarten gehört. Bis ein Baum gewachsen ist und zur Weiterverarbeitung gefällt werden kann, können mehrere Jahrzehnte vergehen.
Bambus wächst extrem schnell und kann oft schon nach einigen Jahren geerntet und weiterverarbeitet werden. Bambusparkett ist daher eine sehr nachhaltige Alternative zu Holzparkett und in vielen Fällen sogar bis zu 10 Prozent härter als Eichenparkett, wodurch es deutlich strapazierfähiger und weniger anfällig gegenüber Kratzern ist.
Pflege, Feuchtigkeit und Haltbarkeit im Vergleich
Weiterhin unterscheiden sich Holzparkett und Bambusparkett in Bezug auf die Pflege und Feuchtigkeitsverträglichkeit. Während Holzparkett aufquellen oder sich verziehen kann, ist Bambusparkett feuchtigkeitsresistent und kann somit auch in der Küche oder im Badezimmer verlegt werden. Das führt auch dazu, dass Bambusparkett einfacher zu pflegen, bzw. zu reinigen ist - zu viel Wasser beim Wischen kann bei Holzparkett schnell zum Aufquellen führen. Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:
- Härte & Robustheit: Bambusparkett ist in der Regel härter und unempfindlicher gegenüber Kratzern und Abnutzung als Holzparkett.
- Nachhaltigkeit: Bambus wächst sehr schnell nach und gilt deshalb als besonders umweltfreundliche und nachhaltige Alternative zu Holz.
- Feuchtigkeit: Bambus toleriert höhere Luftfeuchtigkeit und eignet sich daher gut für Feuchträume wie Küche oder Bad, während Holzparkett dort schneller aufquellen kann.
- Renovierung: Beide Bodenarten können bei Bedarf abgeschliffen werden, Bambus ist aufgrund seiner hohen Härte aber oft langlebiger und behält länger ein gepflegtes Aussehen, ohne dass eine Nachbearbeitung nötig ist.
Fazit
Bambusparkett und Holzparkett ähneln sich zwar in der Verarbeitung und der Verwendung als Bodenbelag, dennoch unterscheiden sich beide Varianten grundlegend in der Materialherkunft und den Materialeigenschaften. Bei der Entscheidung, welche Parkettart die beste Wahl für die eigenen vier Wände ist, gilt es vor allem, das Raumklima und die Nutzung des Raumes zu beachten. In stark frequentierten Räumen oder Haushalten mit Kindern oder Haustieren, bietet Bambus aufgrund seiner Robustheit klare Vorteile. Auch wenn besonderer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wird, ist Bambusparkett die bessere Option. Für Feucht- bzw. Nassräume ist Holzparkett grundsätzlich nicht geeignet.