Häufige Fehler beim Reinigen von Bambusparkett

Das Bambusparkett ist ein durch und durch natürlicher Bodenbelag. Die Faserpflanze, aus der der Bodenbelag zu 100 Prozent besteht, ist bekannt für ihre Hartnäckigkeit und Langlebigkeit, wie Robustheit. Bambus glänzt durch seine natürliche Optik, wie eben auch vor allem durch seine Nachhaltigkeit. Denn keine weitere, uns bekannte Pflanze ist so nachhaltig wie Bambus, wächst am gleichen Tag der Ernte um gleich mehrere Zentimeter nach und ist dadurch zudem ungemein ergiebig.


Einmal das schöne Parkett verlegt, strahlt es in seiner natürlichen Schönheit und Färbung. Erst durch den jeweiligen Lichteinfall durchs Fenster ins Zimmer und in die Räume dunkelt es nach und erhält seine endliche Farbe, die bleibt. Damit das Bambusparkett aber auch so bleibt und Jahr für Jahr durch seine Schönheit und Schlichtheit zugleich überzeugen kann, muss es gepflegt, oder zumindest dementsprechend behandelt werden. Dabei sollte man den ein oder anderen Fehler vermeiden der dazu führen kann, dass das Bambus leidet und allem voran seine Oberfläche.


Keine Feuchtigkeit und Nässe


Bambusparkett ist im Vergleich zum Pendant aus Holz recht unempfindlich. Man muss es weder hin und wieder abschleifen lassen, noch mit Lasuren für die Oberfläche bestücken. Was aber fatal ist, ist wenn man beispielsweise einen Blumenkübel direkt aufs Parkett abstellt. Denn ohne Auffangteller und Schutz fürs Wasser, sickert dieses beim Gießen der Pflanze ungehindert in den Bodenbelag ein. Besonders durch die Fugen und Nuten kann das Wasser einsickern und der Boden kann dadurch aufquellen, oder auch Stockflecken bekommen. Die Oberfläche ist dahin und die Flecken lassen sich selbst n ach der Trocknung des Bodens nicht mehr entfernen. Auch andauernde Feuchtigkeit setzt dem Bodenmaterial zu. Man kann das Parkett zwar nach Belieben durchaus feucht wischen, aber stehende Nässe muss man auf jeden Fall vermeiden.


Keinen Dampfreiniger nutzen


Auch das Reinigen mit dem noch so modernen Dampfreiniger sollte man beim Bambusparkett vermeiden und einfach nicht durchführen. Denn zum Einen ist dies in der Regel nicht nötig und ein einfaches, feuchtes Durchwischen reicht meist aus. Zum Anderen kann unter Umständen beim reinigen mit Dampf ebenfalls zu viel Feuchtigkeit und vor allem auch Hitze teils in die Fugen abgeleitet werden und auch hier kann es zum Aufquellen des Bodenbelags kommen. Die Struktur kann sich Flächendecken verändern, die schöne und ebene Oberfläche ist dahin.


Filzgleiter sinnvoll einsetzen


Auch auf einem Bambusparkett hinterlässt das ungehinderte und vor allem ungeschützte Hin- und herschieben von Möbeln Kratzer und Spuren hinterlassen. Deshalb unbedingt unter jedes Tischbein, Stuhlbein, Sofafüßen und Co. Filzgleiter kleben. Sie schonen und schützen die Oberfläche und sie sorgen dafür, dass Möbel geräuschlos verschoben werden können.


Keine scharfen Reiniger verwenden


Selbst wenn der Boden noch so verschmutzt ist, man sollte auf keinen Fall Reiniger nutzen, die für das Säubern von Bambusparkett und anderen Parkettböden nicht geeignet sind. Zu viel Säure und Chemie kann unter Umständen Spuren auf dem Bodenbelag und dessen Oberfläche hinterlassen, die nicht nur sichtbar und ärgerlich sind, sondern den ganzen Bodenbelag zerstören können. Wenn beispielsweise Reiniger mit zu viel Zitronensäure genutzt werden, kann diese sich tief in die Oberfläche fressen und den Boden für immer stumpf und unschön aussehen lassen. Auch sollte man tunlichst keine Reiniger nutzen, die mit zu viel Chemie und Chlor beispielsweise behaftet sind. Dies lässt den Boden ebenfalls alt aussehen und manchmal zeigen sich die Folgeschäden erst später.


Keine Lasuren auftragen


Das Bambusparkett glänzt und zeigt seine vollendete Schönheit, wenn man es nach dem Verlegen einfach nutzt und sich selbst überlässt. Denn die Grundfärbung und die natürliche Farbe erhält das Parkett erst nach und nach und gewinnt auf diese Weise an Ausdruck und Stärke. Keinesfalls sollte man eine Schutzlasur auftragen oder schlimmer noch, einen Lack.


Das Bambusparkett für sich sprechen lassen


Der Mix aus verschiedenen Bodenbelägen mag bei Naturstein und Teppich beispielsweise funktionieren und durchaus auch gut aussehen. Nicht aber beim Bambusparkett. Denn nur dann, wenn man die Räume und Zimmer durchgängig mit diesem wunderbar natürlichen aussehenden Bodenbelag bestückt und auslegt, kann es auch auf sich wirken lassen und seine vollste Schönheit zeigen. Ein Mix aus verschiedenen Bodenbelägen ist hier nicht ratsam und eher störend. Auch Holzböden mit Bambus zu mixen ist nicht immer förderlich, da die Farbnuancen des Bambus völlig anders sind und sich des Weiteren anders entwickeln, als Holzparkett beispielsweise, welches in seiner Oberflächenstruktur zuvor noch zusätzlich behandelt wurde und meist keine Farbveränderungen durchlaufen kann.