DIY-Anleitung: Bambusparkett bei Türen, Rohren & schwierigen Ecken sauber zuschneiden

Bambusparkett ist eine beliebte Wahl, wenn es um einen neuen Boden geht. Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich Bambusparkett auch problemlos selbst verlegen. Bei Türen, Rohren oder schwierigen Ecken kann es allerdings problematisch werden, wenn man nicht weiß, wie. Wie also lässt sich Bambusparkett an schwierigen Stellen sauber und passgenau zuschneiden?


Generelle Vorüberlegungen


Präzision ist das A und O, wenn es darum geht, einen Bambusparkettboden sauber um Hindernisse und schwierige Stellen herum zu verlegen. Ob Türen, Rohre oder schiefe Wände: In allen Fällen kann es hilfreich sein, mit Verschnittbrettern oder auch Schablonen zu arbeiten, um kein unnötiges Bambusparkett zu verschwenden. Darüber hinaus muss in allen Fällen immer auch eine Dehnungsfuge von etwa 1 cm zu Wänden und 3 mm bei Hindernissen eingeplant werden, damit sich das Parkett ausdehnen und zusammenziehen kann, ohne beschädigt zu werden.


Türen


"Wenn nur der Rahmen nicht wäre", denken sich manche beim Verlegen von Parkettböden. Wer das Parkett nicht exakt und aufwändig zuschneiden möchte, kann prinzipiell einfach die Türzarge um die Stärke des Bambusparketts mit einer Japansäge kürzen und das Parkett unter die Zarge schieben. Das ist aber in vielen Fällen, etwa bei Türzargen aus Eisen oder bei Mietwohnungen, nicht möglich, daher die einzelnen Schritte des Zuschneidens im Detail:


  • Das Bambusparkett-Element wird genau an der Türzarge angesetzt und die Kontur der Zarge auf dem Element mit einem Stift markiert.
  • Diese Markierung wird anschließend um etwa 3 mm für die Dehnungsfugen erweitert.
  • Nun kann das Element mit einer feinen Stichsäge präzise zugeschnitten werden und eingelegt werden bzw. gegebenenfalls nachbearbeitet werden, bis es passgenau sitzt.

 

Rohre


In modernen Neubauten ist es mittlerweile zwar üblich, sie möglichst unsichtbar zu verlegen, etwa unter dem Boden oder direkt in der Wand – dennoch finden sich in den meisten Räumen nach wie vor Heizungsrohre, die aus dem Boden ragen. Um hier einen sauberen Abschluss des Bambusparketts zu gewährleisten, geht man wie folgt vor:


  • Zunächst einmal wird das Bambusparkett-Element mit der Längsseite an das Heizungsrohr angelegt und der Abstand zwischen Brett und Wand exakt abgemessen und anschließend auf das Element übertragen.
  • Im zweiten Schritt wird die Breite des Heizungsrohrs ebenfalls abgemessen und auf das Bambusparkett-Element übertragen.
  • Jetzt kann die Aussparung, oder auch die Aussparungen, sofern es zwei Heizungsrohre sind, mit einer Stichsäge ausgesägt werden und das Element kann passgenau eingesetzt werden.
  • Das ausgeschnittene Reststück bzw. die ausgeschnittenen Reststücke, werden in die noch bestehende Lücke bzw. Lücken eingesetzt und die Heizungsrohre abschließend mit einer sogenannten Rosette abgedeckt.

 

Schwierige Ecken


Häufig gibt es in Räumen bestimmte Nischen oder unregelmäßige Wandverläufe, welche ein hohes Maß an Präzision beim Messen und Schneiden erfordern, um ein optimales Ergebnis zu erhalten. In manchen Fällen ist es unumgänglich, mehrere Probeschritte anzufertigen, bis alles sauber verlegt werden kann. Um Bambusparkett an schiefen Wänden passgenau zuzuschneiden, empfiehlt sich eine sogenannte Schmiege, ein beweglicher Winkelmesser, mit dem der Winkel der Wand präzise auf das Bambusparkett-Element übertragen werden kann.