Untergründe vorbereiten - Grundlagen für perfekte Verlegung

Möchte man einen perfekten neuen Bodenbelag, ist dafür die richtige Vorbereitung des Untergrunds nötig. Unabhängig davon, um welchen Bodenbelag es sich handelt (z.B.Parkett, Fliesen, Laminat, Teppich),  eine gute Grundlage wird für ein langlebiges sowie optisch ansprechendes Ergebnis sorgen.

Warum ist die Vorbereitung des Untergrunds entscheidend?

Wenn ein neuer Bodenbelag verlegt werden soll, ist die sorgfältige Untergrundvorbereitung notwendig. Will man am Ende Qualität und Haltbarkeit sehen, ist das keine optionale Aufgabe, sondern entscheidend. Eine vernachlässigte Vorbereitung kann beispielsweise zu:

  • Unebenheiten führen, die man später deutlich sehen sowie spüren kann.
  • Rissen oder Hohlstellen im Bodenbelag führen.
  • Unangenehmen und ungewollten Geräuschen bei Belastung führen.
  • Feuchtigkeitsschäden als auch Schimmelbildung führen.
  • Einer vorzeitigen Beschädigung oder Abnutzung des Materials führen.

Die Bestandsaufnahme

Am Anfang empfiehlt es sich, den vorhandenen Zustand genau zu überprüfen. Dabei sind verschiedene Aspekte wichtig wie die Ebenheit und Tragfähigkeit (schon kleine Höhenunterschiede können die spätere Optik und Funktionalität beeinträchtigen). Dazu muss, vor allem bei schweren Bodenbelägen, die Tragfähigkeit des Untergrunds sichergestellt sein. Grundsätzlich gehen wir hier von einem Szenario ohne Fußbodenheizung aus. Dann sollte eine Feuchtigkeitsmessung stattfinden, denn übermäßige Feuchtigkeit im Untergrund führt häufig zu Bodenproblemen. Mit einem CM-Gerät kann man den Feuchtigkeitsgehalt genau messen. Abhängig vom geplantem Bodenbelag gelten unterschiedliche Grenzwerte, die man unbedingt einhalten sollte. Außerdem sollten vorhandene Risse, Löcher sowie andere Beschädigungen festgestellt und bewertet werden. Vor dem Verlegen des neuen Bodens müssen diese richtig behoben sein, damit spätere Schäden vermieden werden. Folgend einige wichtige Maßnahmen zur Untergrundvorbereitung:

Die Grundierung des Untergrunds

Fast in allen Fällen ist eine Grundierung nötig. Diese verbessert die Haftung für nachfolgende Materialien, kann Staub binden sowie die Saugfähigkeit des Untergrunds regulieren. Welche Grundierung infrage kommt, ist von der Beschaffenheit des Bodens abhängig. Möglich ist eine Dispersionsgrundierung (bei normalen, saugenden Untergründen), Epoxidharzgrundierung (bei stark beanspruchten Böden) oder eine Sperrgrundierung (bei kritischen Untergründen/Restfeuchtigkeit).

Das Ausgleichen von Unebenheiten

Um einen optimalen, ebenen Untergrund zu erzielen, wird Ausgleichsmasse eingesetzt. Diese spezielle Spachtelmasse wird in flüssigem Zustand aufgetragen und sie verteilt sich dann gleichmäßig auf dem Boden. Ist diese ausgehärtet, hat man die ideale Oberfläche, um den neuen Bodenbelag zu verlegen.

Risse und Schäden beseitigen

Risse weitet man auf und reinigt sie. Dann kann man sie mit speziellen Reparaturmörtel oder Kunstharz verfüllen. Handelt es sich um größere Schäden, ist wahrscheinlich eine teilweise oder vollständige Erneuerung des Estrichs nötig.

Anbringen von zusätzlichen, funktionalen Schichten

Abhängig von den Anforderungen, können zusätzliche funktionale Schichten aufgebracht werden, wie beispielsweise:

  • Für die besseres Akustik eine Trittschalldämmung.
  • Für die Energieeffizienz eine Wärmedämmung.
  • Zum Ausgleichen von Spannungen zwischen dem Untergrund sowie dem Belag sogenannte Entkopplungsmatten.
  • Für Feuchträume Abdichtungen.

Je nachdem um welchen Untergrund es geht, werden sich verschiedene Anforderungen an die Vorbereitung ergeben:

Betonboden

Handelt es sich um einen Betonboden, isst das generell ein guter Untergrund. Er weist aber häufig Unebenheiten oder Risse auf. Außerdem muss Beton ganz ausgetrocknet sein (das kann bei einem Neubau mehrere Monate dauern). Bei Bedarf kann eine Feuchtigkeitssperre eingeführt werden.

Holzuntergrund

Bei einem Holzboden muss man besonders auf die Stabilität achten. Es sollten lose Dielen befestigt sowie morsche Stellen ersetzt werden. Weil Holz auf Feuchtigkeit als auch auf Temperaturschwankungen reagiert, wird oft eine Entkopplungsmaßnahme nötig, damit Spannungsrisse im neuen Belag vermieden werden.

Einen Altbelag als Untergrund nutzen

In manchen Fällen kann man einen neuen Bodenbelag auf einen vorhandenen aufbringen, wie beispielsweise Laminat auf alte Fliesen. Das wird Zeit und Kosten sparen. Das sollte aber vorher sorgfältig geprüft werden und kann spezielle Vorbereitungsmaßnahmen nötig machen. Nicht jeder Altbelag ist als Untergrund geeignet.