Luxuriös und nachhaltig: Wie Bambusparkett beides vereint

Luxus wird traditionell häufig mit seltenen Materialien und Exklusivität durch Knappheit verbunden. Ein klassisches Beispiel für Luxus im Wohnbereich sind etwa Parkettböden aus exotischen Harthölzern, deren Prestige nicht nur auf der außergewöhnlichen Optik, sondern vor allem auch auf einer begrenzten Verfügbarkeit basiert. Mittlerweile lässt sich Luxus allerdings durchaus anders definieren. Denn nicht Knappheit allein bestimmt den Wert eines Produkts, sondern vor allem auch Qualität, Ressourcenverbrauch und ein reines Gewissen. 

Wie also vereint Bambusparkett Luxus und Nachhaltigkeit und wie schneidet es gegenüber Hartholz-Varianten ab?  

Herkunft und Nachhaltigkeit

Bambus ist ein Gras und gilt als die am schnellsten wachsende Pflanze der Welt. Einige Arten können bis zu 91 Zentimeter am Tag wachsen, allerdings eignen sich nicht alle Arten zur Weiterverarbeitung zu Bambusparkett. Geeignete Bambusarten sind im Schnitt schon nach drei bis fünf Jahren erntereif und können gefällt werden. 

Exotisches Hartholzparkett (häufig aus Teak, Mahagoni, Merbau, Jatoba oder Iroko) hingegen wächst nur sehr langsam nach, manche Bäume benötigen 100 Jahre, wodurch viele Arten bedroht sind. 

Härte und Belastbarkeit

Die genaue Härte und die damit verbundene Belastbarkeit von Bambusparkett variiert je nach Typ, ist generell aber hoch bis sehr hoch, im Normalfall ca. 30% härter als Eiche, Faserbambus sogar bis zu 200% härter. Teak hingegen ist eher  mittelhart, Iroko mittelhart bis hart, nur Jatoba und Merbau sind härter als Eiche. Je härter ein Parkettboden, desto höher ist der Nutzungskomfort und die Langlebigkeit.  

Pflege

Bei guter Pflege ist Bambusparkett sehr langlebig. Das Material ist robust, weniger kratzeranfällig als viele Harthölzer und äußerst pflegeleicht. Zudem ist Bambusparkett unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, wodurch es auch problemlos in Küche oder Bad verlegt werden kann. Parkett aus Hartholz ist wesentlich empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit, Kratzern und auch Temperaturschwankungen, was eine besondere Pflege erfordert, um die Optik des Bodens lange zu erhalten. 

Optik und Design

Bambusparkett ist in hellen bis dunklen Tönen erhältlich und bietet eine moderne, lineare Optik. Parkett aus Hartholz gibt es in unterschiedlichen Tönen, die je nach Holzart stark variieren, ausgeprägte Maserungen aufweisen und für ein mehr exotisches Erscheinungsbild sorgen. 

Ökologisches Profil

Die Exklusivität und das Prestige von Hartholz-Parkett werden durch Raubbau und CO₂-intensiven Transport stark relativiert. Bambusparkett hingegen ist nachhaltiger, umweltfreundlicher Luxus, bei dem man kein schlechtes Gewissen haben muss. 

Fazit

Wahrer Luxus bedeutet nicht Ressourcenausbeutung, sondern bewusste Entscheidungen zu treffen und es sich (in seinem Wohnumfeld) so angenehm wie möglich zu machen. Zwar stehen exotische Harthölzer als Bodenbelag traditionell für Prestige, die ökologischen Auswirkungen sind aber mehr als problematisch und werden auch gesellschaftlich zunehmend kritisch betrachtet. Bambusparkett bietet eine exklusive Optik und außergewöhnlich hohe Widerstandsfähigkeit und wird aufgrund des schnellen Wachstums auch Menschen, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, gerecht. Wer über einen neuen Bodenbelag nachdenkt und dabei nicht auf Luxus verzichten möchte, sollte Bambusparkett in jedem Fall mit in die engere Auswahl nehmen.